Meldepflicht für Ladenkassen: Unternehmer aufgepasst!

Meldepflicht für Ladenkassen: Unternehmer aufgepasst!
Ab dem nächsten Jahr müssen Unternehmer dem Finanzamt melden, welche und wie viele
elektronische Kassen sie im Unternehmen einsetzen. Und zwar auf einem amtlichen Formular. Das
steht aber aktuell noch nicht zur Verfügung. Was das für Unternehmer bedeutet, erklärt der Bund der
Steuerzahler.

Werden im Unternehmen elektronische Aufzeichnungssysteme, wie beispielsweise elektronische
Registrierkassen, eingesetzt, müssen diese dem zuständigen Finanzamt ab dem 1. Januar 2020 gemeldet
werden. Ziel der Regelung ist es, Manipulationen an den Kassenaufzeichnungen zu erschweren. Mitzuteilen
sind künftig u. a. Art und Anzahl der im Unternehmen eingesetzten elektronischen Aufzeichnungssysteme
sowie der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtungen. Dabei muss die Mitteilung innerhalb eines
Monats nach Anschaffung oder Außerbetriebnahme des Aufzeichnungssystems beim Finanzamt eingegangen
sein. Geräte, die vor dem 1. Januar 2020 angeschafft wurden, können grundsätzlich bis zum 31.
Januar 2020 gemeldet werden. Dabei kann die Mitteilung entweder durch den Unternehmer selbst oder
durch eine bevollmächtigte Person erfolgen. Hat der Unternehmer mehrere Betriebsstätten, so muss mit
der Meldung auch eine Zuordnung der Kassensysteme zur entsprechenden Betriebsstätte erfolgen. Die
Abgabe einer Mitteilung hat dabei getrennt für jede Betriebsstätte zu erfolgen.

Meldung ausschließlich auf amtlichem Vordruck
Die Meldung an das Finanzamt muss auf einem amtlichen Vordruck abgegeben werden. Da
dieser jedoch derzeit noch nicht zur Verfügung steht (Stand August 2019), ist eine Meldung aktuell noch
nicht möglich, so das Bayerische Landesamt. Betroffene Unternehmen sollten daher abwarten, bis der
offizielle Vordruck veröffentlicht wird und dann zeitnah die Meldung vornehmen.