Freiberufler und Gewerbetreibende: Neuregelund des Investitionsabzugsbetrags

Neuregelung des Investitionsabzugsbetrags

Im Entwurf eines Steueränderungsgesetzes 2015, welche nach § 52 Abs. 16 Satz 1 EStG erstmals für Investitionsabzugsbeträge anzuwenden sein soll, die in den nach dem 31.12.2015 endenden Wirtschaftsjahren in Anspruch genommen werden. Kern der Änderung ist die Neufassung des Tatbestandserfordernisses des § 7 g Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 EStG dahingehend, dass der Steuerpflichtige die „Summe der Abzugsbeträge und der nach den Absätzen 2 bis 4 hinzugerechneten oder rückgängig zu machenden Beträge nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen durch Datenfernübertragung übermittelt“. Damit muss die „Beabsichtigung“ einer Investition nicht mehr benannt werden (wie dies nach § 7 g Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 EStG in der geltenden Fassung der Fall ist). Zudem entfällt das Erfordernis, die Funktion sowie die Stückzahl der anzuschaffenden oder herzustellenden begünstigten Wirtschaftsgüter anzugeben (so § 7 g Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 EStG der geltenden Fassung).

Hinweis: Dies vereinfachte die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrages erheblich.

Als unschädlich erwiese sich auch, wenn statt eines ursprünglich verfolgten Investitionsvorhabens (z.B. Baumaschine) ein anderes realisiert würde (z.B. Büromobiliar) oder falls die tatsächlichen Investitionskosten von der anfänglichen Einschätzung abwichen. Eine Ausweitung der begünstigten Betriebe soll aber nicht erfolgen.