Freiberufler und Gewerbetreibende: Geschenke

Geschenke

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Und damit diese Freundschaft nicht durch die Steuer getrübt wird, ermöglicht der Gesetzgeber die pauschale Übernahme der Steuer. So dürfen etwa Unternehmer bei Sachgeschenken an ihre Arbeitnehmer und Kunden oder Geschäftsfreunde eine pauschale Steuer in Höhe von 30 % (zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer) übernehmen (§ 37b EStG). Das ist vor allem für den Beschenkten ein schöner Gewinn. Denn dieser müsste das Geschenk ansonsten im Regelfall mit seinem individuellen Steuersatz versteuern. Wie üblich, hat der Gesetzgeber auch die Pauschalierungsmöglichkeit von Zuwendungen und Geschenken äußerst kompliziert geregelt. Da ist nach der Höhe, der Art und der Anzahl der Zuwendungen, dem Empfänger und dem korrekten Verfahren zu unterscheiden.

Beachten Sie: Damit Ihnen die detailverliebten Regelungen des § 37b EStG nicht die Freude am Schenken verderben, sollten Sie bei Fragen zu diesem Thema meine Mitarbeiter oder mich direkt ansprechen.

So muss bei Zuwendungen an Nichtarbeitnehmer die Entscheidung zur Pauschalierung spätestens in der letzten Lohnsteuer-Anmeldung des Wirtschaftsjahres der Zuwendung getroffen werden. Im Fall von Zuwendungen an eigene Mitarbeiter soll die Entscheidung grundsätzlich spätestens bis zum 28. Februar des Folgejahres getroffen werden. Allerdings werden diese strengen Grenzen durch das oben genannte BMF-Schreiben deutlich gelockert. So können Sie das Wahlrecht zur Pauschalierung auch durch die Änderung einer noch nicht materiell bestandskräftigen Lohnsteuer-Anmeldung ausüben. „Eine erstmalige Wahlrechtsausübung im Rahmen einer Außenprüfung ist somit zulässig", heißt es hierzu. Faktisch haben Sie also mehr Zeit als bis zu den oben genannten Fristen — solange der Empfänger die Zuwendung noch nicht individuell besteuert hat.