Freiberufler und Gewerbetreibende: Geschäftsgeschenke

Geschäftsgeschenke - Ministerium gibt Entwarnung

Kürzlich hat der Bundesfinanzhof die Steuerregeln für Geschäftsgeschenke verschärft: Viele Geschenke hätten danach gegebenenfalls nicht mehr als Betriebsausgabe abgezogen werden können. Auf Nachfrage des BdSt gibt das Bundesfinanzministerium nun Entwarnung.

Der Bundesfinanzhof hat am 30. März 2017 entschieden, dass die für ein Geschäftsgeschenk übernommene Pauschalsteuer ein zweites Geschenk ist. Das heißt, der Wert des Geschenks nebst Steuer werden zusammengerechnet. Überschreitet die Summe dann den Be­trag von 35 Euro, entfällt der Betriebsausgabenabzug. Für die Praxis hätte das Urteil fatale Folgen, denn bisher wurde die Pauschalsteuer in Höhe von 30 Prozent nicht mit in die 35 Euro-Grenze eingerechnet (ich hatte in meinem Rundschreiben für den Monat August darüber berichtet). Die wird nun durch einen Hinweis bei der Veröffentlichung wohl entschärft. Warten wir ab!

Auf Nachfrage des Bundes der Steuerzahler gibt das Bundesfinanzministerium nun Entwarnung. Zwar wird das Urteil im Bundessteuerblatt veröffentlicht und ist damit für alle Finanzbeamten bindend, aber es soll eine Fußnote gesetzt werden. In dieser soll auf das Verwaltungsschreiben vom 19. Mai 2015 verwiesen werden. Das heißt, für den Betriebsausgabenabzug (35 Euro-Grenze) ist weiterhin allein der Geschenkewert maßgeblich.