Aufbewahrungsfristen für Unternehmer — Was kann in den Reißwolf?

Aufbewahrungsfristen für Unternehmer — Was kann in den Reißwolf?

Häufig wird die Zeit vor dem Jahreswechsel genutzt, um Belege, Quittungen und Rechnungen
zuordnen. Aber nicht alles, was sich über die Jahre angesammelt hat, darf vernichtet werden. Ein
Unternehmer muss beispielsweise Geschäftsbücher, Inventare, Bilanzen und sonstige zu führende
Bücher zehn Jahre lang aufbewahren. Auch digitale Aufzeichnungen müssen zehn Jahre lang gespeichert
werden. Empfangene oder abgesandte Handels- und Geschäftsbriefe müssen grundsätzlich
sechs Jahre lang aufbewahrt werden. Zu Beginn des Jahres 2019 können Unternehmer daher Bücher
und Aufzeichnungen mit der letzten Eintragung aus dem Jahr 2008, Inventare, die bis zum 31. Dezember
2008, oder Jahresabschlüsse, die bis zum 31. Dezember 2008 aufgestellt worden sind, und
Buchungsbelege aus dem Jahr 2008 und älter entsorgen. Empfangene Handels- bzw. Geschäftsbriefe
und Durchschriften abgesandter Handels- bzw. Geschäftsbriefe, die bis zum 31. Dezember 2012 abgesandt
wurden, können ebenfalls vernichtet werden.

Auch das Mindestlohngesetz enthält Aufbewahrungspflichten für Unternehmer: Seit dem Jahr
2015 müssen Arbeitgeber i. d. R. die Arbeitszeiten von geringfügig Beschäftigten, kurzfristig Beschäftigten
sowie Beschäftigten in bestimmten Branchen wie dem Bau- und Gaststättengewerbe aufzeichnen
und mindestens zwei Jahre lang aufbewahren.