Arbeitgeber: Warengutscheine

Warengutscheine: Regelmäßige Ausgabe ist nicht erforderlich

Möchten Sie Ihren Mitarbeitern ab und zu Warengutscheine in die Hand drücken, sozusagen als Dankeschön für besonders gute Arbeit? Gibt es da irgendwelche steuerlichen oder arbeitsrechtlichen Fallstricke, auf die ich achten müssen?

Die monatliche Freigrenze von 44€ setzt keine regelmäßige Ausgabe voraus. Sie können also von Fall zu Fall entscheiden, so wie auch bei Sachzuwendungen aus besonderem persönlichen Anlass (z.B. Geburtstag des Arbeitnehmers, Heirat oder Geburt eines Kindes). Diese gehören als bloße Aufmerksamkeiten nicht zum Arbeitslohn, wenn sie einen Wert von 60€ (einschließlich Umsatzsteuer) nicht übersteigen.

Beachten Sie: Die Freigrenze für Aufmerksamkeiten und diejenige für Warengutscheine ohne besonderen persönlichen Anlass können Sie nebeneinander nutzen. Sie können also einem Mitarbeiter in dem Monat, in dem er Geburtstag hat, z. B. ein teures Weinpräsent (bis zu 60€) und zusätzlich einen Warengutschein (bis zu 44€) zuwenden. Was die arbeitsrechtliche Seite betrifft, bestehen ebenfalls keine Bedenken. Sofern der Arbeitgeber in unregelmäßigen Abständen und aus verschiedenen Anlässen Gutscheine ausgibt, liegt hierdurch kaum ein Anspruch aufgrund „betrieblicher Übung" vor. Bei den gelegentlich auftretenden betrieblichen Anlässen dürfte es an der Regelmäßigkeit fehlen. Gleichwohl kann der Arbeitgeber sich den Erhalt eines jeden Gutscheins quittieren lassen. Auf dieser Quittung kann der Zusatz enthalten sein, dass es sich um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers handelt, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Im Arbeitsvertrag sollte auf eine solche Regelung aber besser verzichtet werden. Denn wenn dort etwas von Gutscheinen steht, könnte beim Arbeitnehmer der Gedanke geweckt werden, dass er hierauf einen Rechtsanspruch hat.