Arbeitgeber Sachbezugswerte für 2020 stehen fest

Arbeitgeber
Sachbezugswerte für 2020 stehen fest

Die Sachbezugswerte für 2020 stehen nach der Zustimmung des Bundesrats fest. Der monat- liche Sachbezugswert für freie Unterkunft steigt in 2020 um 4 EUR auf 235 EUR. Der monatliche Sachbezugswert für Verpflegung beträgt 258 EUR (in 2019 = 251 EUR).

Hintergrund: Durch die Sozialversicherungsentgeltverordnung werden amtliche Sachbezugswerte für freie Unterkunft und Verpflegung festgelegt, die auch steuerlich für die Bewertung von geldwerten Vorteilen bindend sind. Die Werte werden jährlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst.

Aus dem monatlichen Sachbezugswert für Verpflegung abgeleitet, ergeben sich nachfolgende
Sachbezugswerte für die jeweiligen Mahlzeiten:

Sachbezugswerte für 2020 (Werte für 2019 in Klammern)

Mahlzeit monatlich kalendertäglich
Frühstück 54 EUR (53 EUR)

1,80 EUR (1,77 EUR)

Mittag- bzw. Abendessen 102 EUR (99 EUR)

3,40 EUR (3,30 EUR)

Der Ansatz der amtlichen Sachbezugswerte kann zum Beispiel bei folgenden Sachverhalten erfol- gen:
Übliche Mahlzeitengestellungen während einer Auswärtstätigkeit, sofern diese durch den Arbeitgeber oder auf Veranlassung des Arbeitgebers von einem Dritten zur Verfügung gestellt werden.
Arbeitstägliche Mahlzeitengestellung durch Ausgabe von Essensgutschei- nen/Restaurantschecks oder durch Essenszuschüsse, wenn der Zuschuss den amtlichen Sachbezugswert der Mahlzeit um nicht mehr als 3,10 EUR übersteigt.

Minijobber und Weihnachtsgeschenke
Geschenke an Mitarbeiter aus persönlichem Anlass sind bis 60 Euro brutto steuerfrei und zählen daher auch bei der Minijobgrenze nicht mit. Persönliche Anlässe sind zum Beispiel Geburtstag, Verlobung, Heirat usw.
Beachten Sie jedoch: Bekommt ein Minijobber auf der Weihnachtsfeier ein Geschenk, zählt es bei der Minijobgrenze nicht mit. Denn alle Kosten der Weihnachtsfeier inklusive Geschenken werden ad- diert und durch die Zahl der Arbeitnehmer geteilt. Bis 110 Euro pro Kopf bleiben diese Kosten steuer- frei, ein übersteigender Betrag kann pauschal versteuert werden. Geschenke außerhalb einer Weihnachtsfeier: Diese fallen nicht unter die 60-Euro-Grenze, weil Weihnachten kein persönlicher Anlass ist. Auch der Freibetrag und die Pauschalsteuer greifen nicht, wenn das Geschenk nicht auf der Weihnachtsfeier übergeben wurde.

Fazit: Größte Vorsicht also mit Weihnachtsgeschenken für Minijobber, die außerhalb einer Weihnachtsfeier übergeben werden. Diese machen den Minijob kaputt, wenn es ein Betriebsprüfer merkt.