Alle Steuerzahler: Zweites Bürokratieentlastungsgesetz

Zweites Bürokratieentlastungsgesetz

Durch Verabschiedung am 12.5.2017 durch den Bundesrat kann das sog. 2. Bürokratieent-lastungsgesetz größtenteils mit Wirkung zum 1.1.2017 in Kraft treten. Die Änderungen haben wir Ihnen bereits in der Vergangenheit dargestellt. Im Wesentlichen sind folgende Regelungen zu erwähnen:

Anhebung der Pauschalierungsgrenzen für Kleinbetrags-Rechnungen nach § 33 UStDV von 150 € auf 250 €. Ursprünglich (vgl. Regierungsentwurf vom 12.08.2016) war eine Erhöhung auf lediglich 200 € geplant.
Anhebung der Grenzbeträge zur Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung von 4.000 € auf 5.000 €
Verkürzung der steuerlichen Aufbewahrungsfrist von Lieferscheinen. Statt der bisherigen sechs Jahre wird die Aufbewahrungsfrist (sofern keine Buchungsbelege vorliegen) gänzlich fallengelassen. Die Aufbewahrungsfrist endet jeweils mit Erhalt oder Ver­sand der Rechnung, soweit keine Buchungsbelege betroffen sind (§ 147 Abs. 3 Satz 3 und 4 AO).
Anhebung der Wertgrenze für die Aufzeichnungspflichten bei der Sofortabschreibung von 150€ auf 250 €. Die Regelung ist erstmals bei Wirtschaftsgütern anzu­wenden, die nach dem 31.12.2017 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden.

Anhebung der durchschnittlichen Tageslohngrenze in Anlehnung an den erhöhten Mindestlohn in von 68 € auf 72 €.