Alle Steuerzahler: So kann man mit Aufwendungen für ein Studium auch Steuern sparen!

So kann man mit Aufwendungen für ein Studium auch Steuern sparen! -Aus „Der Steuerzahler“

Ran ans Steuern sparen! An diesen Spruch sollten Studenten denken, wenn sie sich neue Lehrbücher, Schreibmaterial oder den Laborkittel für das anstehende Wintersemester kaufen. Die Rechnungen bzw. Kassenzettel sollten unbedingt aufbewahrt werden, denn damit lassen sich womöglich bei der nächsten Einkommensteuererklärung Steuern sparen. Insbe­sondere, wenn der Student keine Einnahmen, aber hohe Ausgaben für das Studium hat, kann sich die Mühe lohnen.

Kosten, die im Zusammenhang mit einem Beruf bzw. dem künftigen Beruf anfallen, können bei der Steuer geltend gemacht werden. Das gilt auch für Studenten! Zu den steuerlich abzugsfähigen Posten zählen beispielsweise Ausgaben für Bücher, Schreibwaren, den Computer, die Kosten für das Repetitorium oder das Auslandssemester. Wer bereits eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat, kann diese Ausgaben direkt als Werbungskosten in die Einkommensteuererklärung eintragen. Das Masterstudium gilt steuerlich gesehen übrigens schon als zweites Studium. Zahlt der Student aktuell noch keine Einkommensteuer, weil er keinen Nebenjob oder nur einen Minijob hat, kann er die Ausgaben für das Studium ggf. als Verlust feststellen lassen.

Studenten im Erststudium

Studenten, die noch im Erststudium stecken, können die Ausgaben in der Einkommensteuererklärung unter den Sonderausgaben geltend machen. Dies hat den Nachteil, dass so maximal 6.000 Euro pro Jahr anerkannt werden und ein Verlustvortrag in künftige Berufsjahre nicht möglich ist. Dennoch kann es sich auch in diesen Fällen lohnen, Quittungen und Belege zu sammeln und eine Einkommensteuererklärung zu machen, denn aktuell prüft das Bundesverfassungs­gericht, ob die unterschiedliche Behandlung von Erst- und Zweitstudium rechtens ist. Steuerbescheide erhalten deshalb einen sogenannten Vorläufigkeitsvermerk, der im hinteren Teil des Steuerbescheides abgedruckt ist. Für Studenten ist dieser Vorläufigkeitsvermerk praktisch, denn der Steuerbescheid bleibt in punkto „Erststudienkosten" von Amts wegen offen. Es baucht deswegen also nicht extra Einspruch eingelegt werden. Entscheidet das Gericht zugunsten der Studenten, gibt es eventuell später Geld vom Finanzamt zurück. Wann das Bundesverfassungsgericht entscheidet, ist aktuell noch nicht bekannt.

Studenten im Erststudium

Studenten/innen im Zweitstudium können die dafür anfallenden Kosten stets als Werbungkosten geltend machen und hier auch ggf. einen Verlustvortrag erreichen, der eine künftige Steuerbelastung senken kann.

Das können Eltern absetzen!

Viele junge Erwachsene kommen nicht ohne die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern aus. Daher berücksichtigt der Staat auch bei den Eltern bestimmte Beträge wie den Kinderfreibetrag bzw. das Kindergeld, Kosten für die Basiskranken-und Pflegeversicherung oder die auswärtige Unterbringung.

Eltern sollten diese Ausgaben deshalb in ihrer Einkommensteuererklärung nicht vergessen!