Alle Steuerzahler: Reform der Grundsteuer und Bürokratieentlastung in „trockenen Tüchern“

Reform der Grundsteuer und Bürokratieentlastung in „trockenen Tüchern“

Der Bundesrat hat der Reform der Grundsteuer und dem Dritten Bürokratieentlastungs- gesetz zugestimmt. Die Gesetzespakete können somit alsbald in Kraft treten.
Reform der Grundsteuer: Ab 2025 wird die Grundsteuer nach neuen Regeln erhoben. Neu ist hier insbesondere, dass die Grundstücke nun nach einem wertabhängigen Modell bewertet wer- den. Nach der Grundgesetzänderung können die Bundesländer aber vom wertabhängigen „Bundes- Modell“ abweichen.
Derzeit ist noch unklar, welche Bundesländer von dieser Öffnungsklausel Gebrauch ma- chen werden und ob bzw. welche Kommunen ihren Hebesatz anpassen. Somit ist noch keine verläss- liche Aussage zu den finanziellen Auswirkungen im Einzelfall möglich.

Drittes Bürokratieentlastungsgesetz: Von den Maßnahmen sind steuerlich insbesondere folgende Punkte relevant:
Für die betriebliche Gesundheitsförderung wurde der Freibetrag von 500 EUR auf 600 EUR je Arbeitnehmer im Kalenderjahr angehoben. Dies gilt ab 2020.
Der Vorjahresumsatz für die umsatzsteuerliche Kleinunternehmergrenze wurde von
17.000 EUR auf 22.000 EUR angehoben. Die Neuregelung tritt am 1.1.2021 in Kraft.
Für Neugründer wurde die Verpflichtung zur monatlichen Abgabe der Umsatzsteuer- Voranmeldung für die Besteuerungszeiträume 2021 bis 2026 ausgesetzt.