Alle Steuerzahler - Pflege durch Nachbarn oder Freunde: was muss man melden?

Pflege durch Nachbarn oder Freunde: was muss man melden?

Wenn ein Angehöriger durch Nachbarn oder Freunde gepflegt wird, stellt sich oft die Frage: Muss
man denjenigen eigentlich bei der Sozialversicherung anmelden, wenn er Geld für seine Tätigkeit bekommt?
Weiterleitung Pflegegeld = keine Anmeldung notwendig: Falls der Nachbar (Freund usw.) lediglich
das Pflegegeld weitergeleitet bekommt, gilt das als ehrenamtliche Tätigkeit und nicht als „erwerbsmäßig“.
Dann ist keine Anmeldung bei der Sozialversicherung erforderlich. Vergütung höher als Pflegegeld = Anmeldung
notwendig: Wenn Sie jemanden beschäftigen, der nicht verwandt oder verschwägert ist und der
mehr bekommt als das Pflegegeld, dann muss man denjenigen anmelden. Entweder als Minijobber bei der
Minijobzentrale oder – bei über 450 Euro - ganz normal bei der Krankenkasse.

Die Minijobzentrale bildet folgendes Beispiel: Eine alte Dame (mit Pflegegrad zwei) bezieht 316
Euro Pflegegeld. Ihr Nachbar kümmert sich um sie und bekommt dafür 436 Euro, also 120 Euro mehr als das
Pflegegeld. Damit gilt er als „beschäftigt“ und muss als Minijobber angemeldet werden. Die Anmeldung kann
mit dem Haushaltsscheck erfolgen, und die Minijobzentrale übernimmt dann alles Weitere.