Alle Steuerzahler: Neue Wertgrenzen bei GWG

Neue Wertgrenzen bei GWG: Bundesrat stimmt zu

Nun hat auch der Bundesrat dem „Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen“ zugestimmt. Mit dem Gesetzespaket werden v.a. die Wertgrenzen bei Sofortabschreibungen für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) angehoben. Die Änderungen greifen für Wirtschaftsgüter erstmals ab 2018. Von den erweiterten Abschreibungsmöglichkeiten profitieren zahlreiche Unternehmen.

Am 02.06.2017 hat der Gesetzgeber die Abzugsmöglichkeiten für Lizenzaufwendungen sowie für andere Aufwendungen für Rechteüberlassungen aus Niedrigsteuerländern begrenzt. Durch die an diesem Tag erfolgte Zustimmung des Bundesrats zu dem entsprechenden Gesetz wurden noch weitere praxisrelevante Änderungen beschlossen. Hervorzuheben ist insbesondere die Erhöhung der Wertgrenzen für Sofortabschreibungen und geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG).

Anhebung der Wertgrenzen ab 01.01.2018

Bislang konnten abnutzbare GWG des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung unterliegen, sofort abgeschrieben werden, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter 410 € lagen. Dieser Wert wird nun auf 800 € erhöht. Darüber hinaus wird auch die Wertgrenze für die Bildung eines Sammelpostens nach § 6 Abs. 2a EStG von 150 € auf 250 € erhöht, so dass in Zukunft nur noch Wirtschaftsgüter mit einem Wert von mehr als 250 € in Sammelposten einzubeziehen sind. Diese neuen Wertgrenzen gelten erstmals für nach dem 31.12.2017 angeschaffte Wirtschaftsgüter.