Alle Steuerzahler: Bestrafung von Steuerhinterziehung und Ihre Folgen

Bestrafung wegen Steuerhinterziehung und die Folgen

Immer wieder kommt es nach Abschluss eines Steuerstrafverfahrens zu unangenehmen Folgen, die von Steuerpflichtigen nicht erwartet werden.

So sind zwischenzeitlich mehrere Urteile ergangen, die neben der Strafe für das Steuervergehen, eine weitere Bestrafung nach sich ziehen. Es sind Fälle bekannt, in denen nach Abschluss des Verfahrens folgende Maßnahmen angeordnet wurden:

  • Entzug der Fahrlehrerlaubnis
  • Entzug des Waffenscheins
  • Entzug der Lizenz zum Führen eines Flugzeugs (350 Tagessätze)
  • Entlassung aus dem Beamtenverhältnis (360 Tagessätze)
  • Entzug der Zulassung als Rechtsanwalt oder Steuerberater

Dies sollte bei der Findung der angemessenen Strafe für die Steuerhinterziehung berücksichtig werden, es ist sinnvoll schon im laufenden Strafverfahren darauf hinzuwirken, dass eine mögliche berufsrechtliche oder zivilrechtliche Ahndung der Tat hier zu einer weiteren Bestrafung berücksichtig wird. Daneben sollte geprüft werden, ob eine Erhöhung der Tagessätze und damit der Geldstrafe es ermöglichen, die Anzahl der Tagessätze soweit zu senken, dass eine bestimmte Grenze unterschritten wird.

So gibt es mehrere Fälle in denen nach einer Verhängung einer Freiheitsstrafe auf Bewährung mit mehr als 90 Tagen Hobbyjägern der Waffenschein entzogen wurde. In solchen Fällen ist zu prüfen, ob nicht ein höherer Tagessatz bei Verminderung der Anzahl der Tagessätze für den Täter zu einer günstigeren Beurteilung führt.