Umsatzsteuer: "fragwürdiges" Merkblatt der Finanzverwaltung

Umsatzsteuer, fragwürdiges „Merkblatt“ der Finanzverwaltung

Der Umsatzsteuerbetrug kostet den deutschen Fiskus, glaubt man den Angaben aus dem Finanzministerium jährlich ca. 15.000.000.000,00 €. Dies ist eine beachtliche Größe und es könnte manche Steuererleichterung eben, wenn diese Steuer vollständig erhoben werden könnte.

Nun glaubt die Finanzbehörde, mit merkwürdigen Fragebögen, die als „MERKBLATT“ getarnt sind, den gutgläubigen Unternehmer, in diesem Fall als Einkäufer um den Vorsteuerabzug zu bringen. Dem Unternehmer als Leistungsempfänger soll der Vorsteuerabzug gestrichen werden, wenn sich bei einer Prüfung herausstellt, dass der an den Unternehmer Leistende ein Scheinunternehmer oder Umsatzsteuerbetrüger ist. Das kann aber der Leistungsempfänger nicht so einfach, wie es sich der Fiskus vorstellt überprüfen. So soll schon Verdacht erregen, wenn von einem neue gegründeten Unternehmen eingekauft wird, wenn der Lieferant in der Branche unbekannt ist, oder wenn der Lieferant gar nicht über die Räumlichkeiten verfügt, um die bestellte Ware zu liefern! Wie soll bitte das ein Leistungsempfänger überprüfen können? Fragen Sie stets bei Ihrem Lieferanten an, ob er die Lagerfläche für die von Ihnen bestellte Ware hat? Kann es nicht sein, dass Ihr Lieferant die Ware vom Hersteller gleich zu Ihnen bringen lässt?

Sollte die Finanzbehörde Ihnen den Fragebogen zukommen lassen, den Sie ausgefüllt, mit Bestätigung, dass Ihnen die einzelnen Punkte erläutert wurden (!!!) unterzeichnet zurückgeben sollen, so wenden Sie sich bitte unverzüglich an mich. Ich werde mich dann mit der Finanzbehörde in Verbindung setzen und für eine Klärung sorgen!