Kapitalanleger: Von der GmbH zum Kreditinstitut

Von der GmbH zum Kreditinstitut

… ist es für manche nur ein kleiner Schritt.

Um Missverständnisse vorzubeugen: Es geht hier nicht um kreditsuchende Kapitalgesellschaften, sondern darum, dass sie selbst zum Kreditinstitut werden kenn.

Zumindest dann, wenn es nach der Auffassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) geht. Denn danach können Gesellschafterdarlehenskonten als erlaubnispflichtige Kreditgeschäfte im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) definiert werden. Eine spannende Sache! Denn die meisten mittelständischen Kapitalgesellschaften finanzieren sich doch wohl häufig über Gesellschafterdarlehen und über stehengelassene Gewinne. Wenn Gesellschafter der Gesellschaft unbedingt rückzahlbare Gelder überlassen, ist für die BaFin der Tatbestand des Einlagengeschäfts erfüllt. Dies vor allem, wenn keine banküblichen Sicherheiten gestellt oder verlangt werden.

Das Einlagenvolumen von 12.500 EUR darf nach Ansicht der BaFin nur dann erlaubnisfrei überschritten werden, wenn es sich aus weniger als sechs Einzelanlagen zusammensetzt. Ihre Meinung stützt die BaFin auf ein Urteil des Bundesgerichthofs. Man kann aber auch der Meinung sein, dass hier- mal wieder? – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde.